WIR HIER: Artikel von Geflüchteten und Menschen, die schon länger hier leben

Starke Worte

Von Samah Samah Al Shagdari

Die Welt verliert ihr Gesicht.

Ein Krieg hat immer schwere Konsequenzen für das Land und für die Gesellschaft, die sich im Krieg befindet. Und im­mer sind die Kinder und die Jugendlichen die am meisten Betroffenen. Mord, Tod, Gewalt und Obdach­losigkeit rauben ihnen jegliche Lebensgrundlage und Perspektive. Die Folgen dieser schlimmen Lebensum­stände für sie und damit für die Gesellschaft und das Land sind nicht absehbar oder in Zahlen darstellbar. Nur eines ist sicher: Es wird nicht einfach wieder Nor­malität herrschen nach Beendigung des Krieges. Die schrecklichen Erlebnisse werden die Kinder immer be­gleiten.

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Von Tara Jafar Zadeh

Was ist Musik? Musik ist Kultur, sie schafft Gemeinschaft. Im Alltagsleben hören wir ständig unterwegs Musik, ohne sie ist die Welt öde. Durch Musik erfahren wir ein Gefühl der Gleichheit, sie hilft uns bei Stress und hebt unsere Stimmung. Musik ermöglicht es uns, eine Botschaft zu senden, eine Botschaft, die um die ganze Welt reicht. Wenn jemand mit tiefer Empfindung singt, ist das an seiner Stimme zu hören. Wir können hören, wie sehr Sänger die Worte meinen, die sie singen.

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Von Susanne Dähn

Ich bin deutsch. Deutscher könnte ich nicht sein: Geboren von deutschen Eltern mit ihrerseits deutschen Eltern mit ihrerseits …. , aufgewachsen in Schleswig-Holstein, Studium in Hamburg, danach Arbeit wieder in Schleswig-Holstein. Kein spektakulärer Werdegang, die meisten anderen aus meiner Klasse haben es ähnlich gemacht. Deutschsein ist hier normal, wer denkt schon darüber nach. Man lebt so, wie die Eltern und die Umgebung es vorgeben, vielleicht mit kleinen Modifikationen, aber immer im Rahmen. Man vergleicht sich mit Freunden und Bekannten und findet, dass das Leben gar nicht anders gehen kann.

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Von Mustafa Maai

Wenn ich auf mein Leben vor mehr als 35 Jahren zurückblicke, so er­innere ich mich an viele meiner Träume. Ich erinnere mich an sämtli­che Jahreszeiten, insbesondere an die Frühlingszeiten und die Som­mer. Den Frühling in unserem Dorf kann man mit Worten nicht schöner beschreiben, als es in den Heiligen Schriften geschehen ist.
Leider ist es undenkbar, dass diese Zeiten zurückkehren.

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Von André Podszus

Im Jahr 2015 sind sehr viele Geflüchtete nach Deutschland und auch nach Norderstedt gekommen.
Viele Deutsche fanden das nicht gut und sie hatten Angst, dass die Geflüchteten ihnen die Arbeit wegnehmen könnten. Viele arme Menschen fürchteten, dass ihnen der Staat nicht mehr helfen würde, weil es jetzt so viele Geflüchtete gab, denen auch geholfen werden musste. Das hat alles nicht gestimmt, aber man kann auch Angst vor den falschen Dingen haben.

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Von Mostafa Labib

Die Suche nach und die Nutzung von erneuerbarer und sauberer Energie als Ersatz für fossile Brennstoffe hat für die entwickelten Länder der Welt hohe Priorität. Im Interesse der Umwelt werden daher Elektroautos als Alternative zu solchen Kraftfahrzeugen gesehen, die mit Benzin oder Diesel angetrieben werden und dadurch lokale Emissionen produzieren. Und es gibt noch einen Vorteil: Elektroautos fahren sehr leise. Im Prinzip könnten sie auch völlig lautlos fahren, aber dann wären sie von Fußgängern und anderen Verkehrsteilnehmern nicht zu hören.

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Von Hayl Aioub

Gott und Mohammed als Witzfiguren sind zwar tabu für Muslime, aber es gibt kein allgemeines Lachverbot in der arabischen Kultur. Es wird vielmehr sehr gerne und sehr herzlich gelacht. Wir haben Witze über Frauen, Männer, Kinder, Schulen, Studenten, Ärzte ... usw. Ich habe versucht, den Menschen in Deutschland arabische Witze zu erzählen. Die Erfolgsquote war lächerlich gering, nur ein kleiner Prozentsatz der Zuhörer verstand die Witze. Das mag daran liegen, dass Witze mit Codes funktionieren, die die Zuhörer kennen und die keinerlei Erläuterung brauchen. Die Schwierigkeit mag außerdem in der Übersetzung liegen – den Sinngehalt eines Witzes, sein komisches Element von einer in die andere Sprache zu transportieren, ist nicht einfach.

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Von Mustafa MaaiMustafaMaai

Eine Melodie, die ich jeden Abend höre
Im Himmel meiner Nächte.

Sie bringt mich dorthin,
Wo ich mich vereine mit verlorenen Seelen,
Die das Spielen der Flöte beherrschen
Und das Schwingen im klassischen Tanz.

Ein Stern, der jeden Abend leuchtet
Im Himmel meiner Nächte.

Er bringt mich zurück in die Kindheit,
An den Fluss,
Dessen Geruch ich ebenso geliebt habe
Wie die Spiele an seinem sandigen Ufer.

Dann plötzlich kein Laufen mehr über den Sand,
Keine Musik mehr und kein Tanz.

Lange bevor es Zeit ist.

Aus dem Arabischen übersetzt

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Von Mostafa Labib aus dem Irak
MostafaLabib
Die Presse ist frei – nur nicht in meiner Heimat.
Mein Name ist Mostafa und ich bin Fotojournalist. Ich berichte hier von einem Ereignis von vielen, mit denen ich in meinem Beruf konfrontiert wurde.
Die Presse in verschiedenen Ländern der Welt genießt Akzeptanz, Respekt und die vollen Rechte und den Schutz für ihre Journalisten. Dem Journalisten kommt aber auch die Rolle des Wachmanns und des Ermittlers in der Gesellschaft zu, in die er hineingeboren wird, auch über die Grenzen seines Landes hinaus.
Im Irak gibt es keine Pressefreiheit, keinen Schutz für Journalisten oder auch nur die einfachste praktische, wissenschaftliche oder moralische Unterstützung für Journalisten.

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Von Mohammad Badawi aus Syrien. Aus dem Arabischen übersetzt.
-Fortsetzung der Beiträge aus den vorherigen Heften-

Mohammad
Maria und ich trafen uns zum verabredeten Zeitpunkt wieder im Stadtpark.
Nach einer kurzen Pause fragte sie mich: „Ich weiß, dass du Muslim bist. Können wir ein bisschen über den Islam sprechen? Wir kennen uns noch nicht lange, aber meine Intuition sagt mir, dass du aufrichtig bist. Ich hoffe, dass ich nicht falsch liege.“
Daraufhin antwortete ich: „Du sollst wissen, dass die Ehrlichkeit eine der wichtigsten Eigenschaften des Gläubigen ist. Lügen hingegen ist in unserer Religion absolut ‚haram‘. Aber bevor wir auf dieses Thema eingehen, möchte ich dir eine spezielle Frage stellen.“

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Von Bashir Ahmad Turan aus Afghanistan
BashirAhmadTuran
Afghanistan ist ein gebirgiges Land und ein trockener Landstrich in Zentralasien. Die Fläche beträgt über 650.000 Quadratkilometer.
Im Jahr 1919 hat Afghanistan von England seine Unabhängigkeit erkämpft.
Das Land hat heute über 30 Millionen Einwohner. Verschiedene Völker leben mit verschiedenen Kulturen und verschiedenen Sprachen in den 34 Provinzen Afghanistans. Etwa 85 Prozent der Bevölkerung sind in der Landwirtschaft und Tierzucht beschäftigt.

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