WIR HIER: Artikel von Geflüchteten und Menschen, die schon länger hier leben

Vom Weggehen und Ankommen

 

Von Ahmad Turki aus SyrienAhmadTurki

Die Bedingungen zwangen uns, unsere Heimat zu verlassen und in ein neues Land und eine neue Kultur zu ziehen, und jeder von uns hoffte, dass es morgen besser als heute würde.

Wegen der Freundlichkeit der Menschen in unserer neuen Heimat und der guten Aufnahme für uns haben wir viele Träume und sehen eine reale Chance, dass sie wahr werden. Der Wunsch der meisten Flüchtlinge ist es, ein aktives Mitglied in unserer neuen Gesellschaft zu sein.

Unsere Träume fangen meistens damit an, dass wir die Schrecken und Nöte zu vergessen versuchen, die wir infolge von Kriegen und Todesbildern

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SamahVon Samah El Shaghdary aus Jemen

Jemen war in alten Zivilisationen als glückliches Jemen bekannt. Es war bekannt für den Handel mit Milchprodukten und Weihrauch, und viele Karawanen des internationalen Handels zogen durch das Land. All das hat heute keine Bedeutung mehr, weil die Realität eine andere ist: Jemen, das einst glückliche Land, ist heute ein zerstörtes Land, in dem sich das Gespenst des Todes befindet. Das Gespenst des Todes überzieht das Land mit Krieg, Terror, Hungersnot, Seuchen. Dennoch gibt es etwas, was den gesellschaftlichen und politischen Veränderungen im Laufe der Jahrhunderte standgehalten hat,

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JamalVon Jamal Nasser Eddin aus Syrien

Er stammt aus Syrien - belastet mit dem Gedanken an die schöne alte Historie und die Zivilisation seines Landes, die über 7000 Jahre alt ist.
Er ist Bildhauer, Künstler - bekannt für seine freien Gedanken und seine Kreativität und die Einzigartigkeit seines Stils. Er hat viele Länder bereist: Malaysia, Japan, Türkei, Italien. Überall haben seine Werke tiefen Eindruck hinterlassen. Die Rede ist von Yasser Al-Omari.

1999 beendete Al-Omari in seiner Heimat Damaskus sein Studium mit dem Bachelor „FINE ARTS“ an der Fakultät „Skulptur“, 2001 erhielt er den MASTER-Abschluss.

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MohammadVon Mohammad Badawi aus Syrien

Heute ist Donnerstag, kurz nach 9 Uhr, ich sitze in der U- Bahn und fahre nach Hause, nachdem ich meine Tochter in Garstedt in den Kindergarten gebracht habe.
Eine junge Frau setzt sich mir gegenüber. Der erste Gedanke, der mir durch den Kopf geht, als ich sie sehe, ist, dass sie Deutsche ist, weil sie eine helle Haut und blonde Haare hat. Mit ihrer zerrissenen Jeans sieht sie sehr modisch aus.
Einige Sekunden nach Abfahrt der Bahn bemerke ich, dass die fremde Frau mich ansieht.

Ich greife in meine Tasche und hole meine Perlenschnur heraus, mit der ich mich während der Fahrt beschäftigen kann.

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RaziyaVon Raziya Habibi aus Afghanistan

Als ich in Afghanistan war, habe ich gedacht, dass es illegal sei, eine Frau zu sein. Ich habe meine Mutter immer wieder gefragt: “Wieso hast du mich überhaupt geboren?“ Ich habe mein Leben in Afghanistan gehasst. Ich habe mich gefragt, warum Frauen keine Rechte haben, frei und unabhängig leben und eigene Entscheidungen treffen können. Es war für meine Schwestern und mich so schwierig, dass Vater und Brüder für uns alle wichtigen Entscheidungen getroffen haben. Obwohl die Entscheidungen unfair waren, durften wir nichts sagen. Wenn ich meine Augen morgens öffnete, sagte ich: „Oh, Gott, so kann ich nicht weiterleben.“

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ZinaVon Zina Safoyan aus Armenien

Mein Name ist Zina. Ich bin 15 Jahre alt. In  meinem Artikel geht es um Ausländer in Deutschland allgemein und um meine Geschichte im Besonderen.
Die Gründe für Migration sind unterschiedlich. Viele Menschen suchen Arbeit, aber es gibt auch sehr viele Menschen, die ihre Heimat verlassen, weil sie dort verfolgt und unterdrückt werden und um ihr Leben fürchten müssen, oder weil sie aus Kriegsgebieten wie Syrien und Afghanistan fliehen. Im Jahr 2015 sind über eine Million Flüchtlinge nach Deutschland geströmt, aber der Weg hierher ist nicht einfach. Viele sind auf langen, beschwerlichen Umwegen zu Fuß gekommen, und manche haben einen Teil ihrer Familie auf der Flucht verloren.

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Tawfiq webVon Tawfiq Al-Bathigi aus Jemen

Viele geflüchtete Menschen haben verschiedene Schwierigkeiten, sich in die deutsche Gesellschaft zu integrieren - sei es mit der Sprache oder mit der Kultur oder mit der Bewältigung des Alltags. Viele deutsche Politiker sehen die Verantwortung für die Integration in erster Linie bei jedem Einzelnen der geflüchteten Menschen. Sie erwarten, dass diese als Erste die Initiative ergreifen und sich mehr Mühe geben müssen. Das trifft natürlich in gewissem Maße zu, aber eben nur in gewissem Maße.

Deutschland hat viele Belastungen ertragen und hat Tausende Geflüchtete aufgenommen. Und Deutschland strengt sich nach wie vor an, um die Flüchtlinge in die deutsche Gesellschaft zu integrieren und in den Arbeitsmarkt einzugliedern.

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