WIR HIER: Artikel von Geflüchteten und Menschen, die schon länger hier leben

Starke Worte

Von Mustafa MaaiMustafaMaai

Eine Melodie, die ich jeden Abend höre
Im Himmel meiner Nächte.

Sie bringt mich dorthin,
Wo ich mich vereine mit verlorenen Seelen,
Die das Spielen der Flöte beherrschen
Und das Schwingen im klassischen Tanz.

Ein Stern, der jeden Abend leuchtet
Im Himmel meiner Nächte.

Er bringt mich zurück in die Kindheit,
An den Fluss,
Dessen Geruch ich ebenso geliebt habe
Wie die Spiele an seinem sandigen Ufer.

Dann plötzlich kein Laufen mehr über den Sand,
Keine Musik mehr und kein Tanz.

Lange bevor es Zeit ist.

Aus dem Arabischen übersetzt

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Von Mostafa Labib aus dem Irak
MostafaLabib
Die Presse ist frei – nur nicht in meiner Heimat.
Mein Name ist Mostafa und ich bin Fotojournalist. Ich berichte hier von einem Ereignis von vielen, mit denen ich in meinem Beruf konfrontiert wurde.
Die Presse in verschiedenen Ländern der Welt genießt Akzeptanz, Respekt und die vollen Rechte und den Schutz für ihre Journalisten. Dem Journalisten kommt aber auch die Rolle des Wachmanns und des Ermittlers in der Gesellschaft zu, in die er hineingeboren wird, auch über die Grenzen seines Landes hinaus.
Im Irak gibt es keine Pressefreiheit, keinen Schutz für Journalisten oder auch nur die einfachste praktische, wissenschaftliche oder moralische Unterstützung für Journalisten.

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Von Mohammad Badawi aus Syrien. Aus dem Arabischen übersetzt.
-Fortsetzung der Beiträge aus den vorherigen Heften-

Mohammad
Maria und ich trafen uns zum verabredeten Zeitpunkt wieder im Stadtpark.
Nach einer kurzen Pause fragte sie mich: „Ich weiß, dass du Muslim bist. Können wir ein bisschen über den Islam sprechen? Wir kennen uns noch nicht lange, aber meine Intuition sagt mir, dass du aufrichtig bist. Ich hoffe, dass ich nicht falsch liege.“
Daraufhin antwortete ich: „Du sollst wissen, dass die Ehrlichkeit eine der wichtigsten Eigenschaften des Gläubigen ist. Lügen hingegen ist in unserer Religion absolut ‚haram‘. Aber bevor wir auf dieses Thema eingehen, möchte ich dir eine spezielle Frage stellen.“

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Von Bashir Ahmad Turan aus Afghanistan
BashirAhmadTuran
Afghanistan ist ein gebirgiges Land und ein trockener Landstrich in Zentralasien. Die Fläche beträgt über 650.000 Quadratkilometer.
Im Jahr 1919 hat Afghanistan von England seine Unabhängigkeit erkämpft.
Das Land hat heute über 30 Millionen Einwohner. Verschiedene Völker leben mit verschiedenen Kulturen und verschiedenen Sprachen in den 34 Provinzen Afghanistans. Etwa 85 Prozent der Bevölkerung sind in der Landwirtschaft und Tierzucht beschäftigt.

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Von Zina Safoyan aus Armenien
ZinaJeder Mensch hat seine Ziele und Träume, und jeder will seine Ziele und Träume erreichen. Ich bin seit zweieinhalb Jahren in Deutschland, in diesem Sommer mache ich meinen Schulabschluss. Seitdem ich 16 Jahre alt bin, arbeite ich neben der Schule an zwei Tagen in der Woche als Aushilfe in einem Supermarkt. Mein Ziel ist zunächst einmal, dass ich in diesem Jahr eine Ausbildung beginne, und mein Traum, dass ich für immer hier in Deutschland bleiben kann.
Ich möchte mich nicht über meine Situation beklagen, denn das hilft nicht. Aber ich muss sagen, dass das alles nicht einfach für mich ist.

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WeriaVon Weria Ebrahimi aus Iran

Vorweg: Mittlerweile habe ich mit meiner Schwester und zwei Freunden eine Wohnung anmieten können. Ich merke, dass ich mich wohl fühle.
Das war nicht immer so nach meiner Flucht gewesen. Ich habe in verschiedenen Unterkünften in Norderstedt gelebt. Dort teilte ich Wohnung oder Zimmer mit Menschen anderer Nationalität und Sprache. Trotz gleicher Sprache und trotz oft gleichem Herkunftsland hatten alle unterschiedliche Wertvorstellungen und unterschiedliche Ansprüche an Sauberkeit und Ordnung.

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Ich habe Vian bei ihrer Ankunft Mitte 2015 in Norderstedt mit einer Sprachmittlerin begrüßt. Sie war eine zarte, hochschwangere Frau, die mit ihrem Mann und vier Kindern reiste. Die beiden Kinder im Teenageralter waren die Kinder des Cousins ihres Mannes, die auch die ersten vier Monate in Norderstedt mit der Familie zusammenlebten.
Vian beschreibt ihre Ankunft als schrecklich, da sie sich nicht mit Worten verständlich machen konnte und niemanden kannte.

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Von Samah Al Shaghdari aus Jemen, aus dem Arabischen übersetzt
SamahDer Brauch der Zwangsverheiratung junger und manchmal sehr junger Mädchen ist eines der sozialen Phänome in arabischen Ländern. Es gibt viele Gründe, warum Eltern ihre Töchter in einem frühen und manchmal sehr frühen Alter verheiraten. Die schlechte wirtschaftliche Lage und der Analphabetismus sind dabei die Hauptfaktoren: Die Menschen leben oft unter fragilen wirtschaftlichen Bedingungen, und sie haben inbesondere in ländlichen Gebieten keine Vorstellung von den Konsequenzen und Risiken solcher Ehen.

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Von Mohamad Badawi aus Syrien, aus dem Arabischen übersetzt
- Fortsetzung der Beiträge in den vorherigen Heften -
MohammadNachdem ich eine lange Woche ungeduldig gewartet hatte, trafen Maria und ich uns endlich wieder.
Die Begrüßung war sehr herzlich. Wir setzten uns auf unsere Bank und sie fragte: „Was hast du heute für mich?“ - „Liest du gerne?“, stellte ich eine Gegenfrage. Sie sagte: „Ja.“ Dann fragte ich, welche Bücher sie gerne lese. „Eigentlich alle Literatur, vor allem aber Romane mit tollen Geschichten. Außerdem mag ich Gedichte“, sagte sie. Ich staunte: „Unser Geschmack ist dann sehr ähnlich, das ist ja großartig, ich lese ebenfalls gerne literarische Bücher und Gedichte.“ Ich erzählte ihr, dass ich meine Bücher sogar sortiert im Regal aufbewahre, damit ich schnell dasjenige fände,

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Von Mirghani Khiri, geboren in Ägypten
MirghaniKhiri
Warum fasten Muslime?

Zu den fünf Säulen des Islam gehört neben dem öffentlichen Glaubensbekenntnis, dem täglichen rituellen Gebet, der sozialen Pflichtabgabe und der Wallfahrt nach Mekka auch das gemeinsame Fasten. Der Fastenmonat Ramadan soll die Enthaltsamkeit der Menschen festigen, Geduld lehren und an soziale Verpflichtungen gegenüber Bedürftigen erinnern.
Muslime dürfen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nicht essen und nicht trinken. Und es gilt nicht nur der Verzicht auf Essen und Trinken, sondern man darf auch nicht rauchen und keinen Sex haben. In der Fastenzeit muss man auch besonders darauf achten, nicht schlecht über andere Menschen zu reden und keine Gewalt auszuüben.

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Jamal Nasser Edin aus Syrien, aus dem Arabischen übersetzt

„O ihr, die ihr gläubig seid, das Fasten ist euch vorgeschrieben, so wie es euren Vorgängern vorgeschrieben war, so dass ihr euch gegen das Böse schützen mögt.“ (Koran, Suren Al-Baqarah, 183).

JamalFasten im Islam geht über Abstinenz hinaus. Fasten ist eine besondere Form der Anbetung des Schöpfers und stellt eine spirituelle Beziehung zwischen ihm und dem Menschen her. So unterscheidet sie sich von anderen Anbetungsformen.
Verordnet sind im Ramadan praktische Schritte, die zur Reinigung der Seele führen und den Menschen befähigen sollen, Heimsuchungen und Not auch körperlich zu ertragen. Fasten schult die menschliche Seele im Glauben, in der Geduld und in der Unterdrückung der Lüste.
Es ist also eine umfassende Erziehung und eine religiöse Anordnung mit vielen Vorteilen: Fasten gibt denen Gutes, die es suchen, und den Bedürftigen Almosen. So spielt Geduld eine zentrale Rolle bei der Kontrolle menschlichen Verhaltens und beim Fasten fühlen wir die Not der Bedürftigen und Armen und können ihnen so mit Liebe und in aller Aufrichtigkeit helfen.

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